Haus Sankt Ulrich

Anschrift

Kappelberg 1
86150 Augsburg
* Pflichtfeld

Siehe auch

Die wunderbare göttliche Natur

Inspiration für die Architektur Antoni Gaudis (1852-1926)
Mi. 20.05.26 18:30
Haus Sankt Ulrich
Akademisches Forum
reichbebilderter Vortrag anlässlich des Gaudí-Jubiläums im Haus Sankt Ulrich, Augsburg

Eine Brücke vom Menschen zur göttlichen Natur
Auch ein Laie erkennt sehr schnell die Einzigartigkeit der organischen Architektur Antoni Gaudís, die anlässlich seines 100. Todestags weltweit große Beachtung findet. Gaudís Neue Mediterrane Gotik in seinem Hauptwerk, der Sagrada Familia in Barcelona, zu einem respekteinflößend grandiosem Ausdruck. In diesem Jahr, nach 144 Jahre langer Bauzeit, gilt die Kathedrale als vollendet. Damit bricht der Sakralbau einen Weltrekord, denn seit 1890 hatte das Ulmer Münster den höchsten Kirchturm der Welt. Als letztes Element wird der Christusturm mit einem begehbaren Kreuz gekrönt, konstruiert durch einen Dillinger Firma.

Den gläubigen Katholiken Gaudí drängte es, seinem Staunen über das Wunder der Schöpfung Gestalt zu geben. In Entsprechung der neu aufgekommenen kirchlichen Soziallehre und der Liturgischen Bewegung – insbesondere zur Rolle der „Laien“ – fand er zu einer Synthese dieser Vorstellungen in seiner holistisch-organischen Sakralarchitektur. Die Soziallehre lebte der engagierte Katholik konsequent; 2025 wurde Gaudí der „heroische Tugendgrad“ zuerkannt; ein entscheidender Schritt hin zur Seligsprechung.

Der Referent Prof. Dr.-Ing. Jos Tomlow ist Gründungsmitglied der Gaudí Forschungsgruppe Delft (1976) und befasste sich bereits in seiner Dissertation mit Gaudís Hängemodell für den Entwurf sakraler Gewölbearchitektur. Tomlow hat 1999 die Fertigstellung der Wallfahrtskirche von Montferri nach dem Entwurf des Gaudíschülers J. M. Jujol Gilbert mitverantwortet.

Er erläutert am Abend Leben und Zeitumstände Gaudís und führt zu einer holistischen Auffassung von dessen Architektur, in Einklang mit den Naturgesetzen, die ohne die Perspektive des engagierten Glaubenden, der Antoni Gaudí war, sich nicht erschließt.

PROGRAMM

18.30 Uhr
Begrüßung und Einführung

18.40 Uhr
Die wunderbare göttliche Natur
Würdigung von Leben und Werk von Antoni Gaudí zum 100. Todestag und zur bevorstehenden Vollendung der Basilica minor Sagrada Familia
Prof. Dr.-Ing. Jos Tomlow,

ca. 20.20 Uhr
Nachfragen und Diskussion

ca. 20.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

Heimliche Heldinnen und Helden

Besondere Begegnungen auf dem Jakobsweg
Mi. 10.06.26 19:30
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Highlight
Das Besondere beim Pilgern sind die Begegnungen am Weg. Menschen kommen aus ganz verschiedenen Lebenssituationen, haben viele Fragen, wollen Schweres hinter sich lassen oder Großes erreichen. Sie selbst würden sich vermutlich nie so nennen, aber man könnte sie die heimlichen Heldinnen und Helden des Weges nennen.
Der Referent hat solche Begegnungen gesammelt – er stellt sie vor und lädt zum Austausch über Pilgernde ein, die uns staunen lassen und das Herz berühren.

„Jemand muss dich kommen sehen...“

Einführung in Leben und Werk Silja Walters
Fr. 12.06.26 15:00
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Die Dichterin und Benediktinerin Silja Walter (1919-2011) zählt zu den meistgelesenen christlichen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum. Ihre Texte sind geprägt von einer tiefen Gottsuche und der Suche nach dem Sinn hinter allen Dingen. Mit starken und ungewöhnlichen poetischen Sprachbildern traut sie sich, ihren spirituellen Erfahrungen Wort und Stimme zu geben. Am Beispiel von ausgewählten Texten bringt Ulrike Wolitz die Dichterin und ihr Werk den Zuhörenden näher.

Der Abend endet mit einem Abendlob um 19.15 Uhr, das mit Texten von Silja Walter gestaltet wird. Dieses kann auch ohne vorherige Teilnahme an der Veranstaltung besucht werden.


Anmeldung erforderlich unter:
(0821) 3166 8822 oder info@keb-augsburg.de

Gartenkunst als Spiegel des Lebens

Domherr zu Augsburg und exzentrischer Prinz: Christoph Madrutz (1512-1578) und Vicino Orsini (1523-1585)
Do. 16.07.26 18:30
Haus Sankt Ulrich
Akademisches Forum
Gartenkunst als Spiegel der Seele
Vertreter des Tiroler Adelsgeschlecht der Madruzzo - oder in deutscher Form Madrutz – waren über den Dienst für Kaiser und Papst auch mit der Stadt Augsburg verbunden: Ein Madrutz war Heerführer König Maximilians I., dem „Bürgermeister von Augsburg“, ein anderer Vertreter des Hauses Prediger beim Totengedenken Kaiser Karls V. im Hohen Dom zu Augsburg (1559). Christoph Madrutz schließlich war nicht nur Domherr zu Augsburg, sondern als Fürstbischof von Trient Gastgeber des Konzils von Trient (1545-1563). Auf der Höhe seiner Laufbahn als Kardinal und Fürstbischof zieht sich Christoph 1567 weitgehend ins Privatleben in die Nähe von Rom nach Soriano zurück. Dort fröhnt er auch seiner Leidenschaft für den Gartenbau nach humanistischem Ideal. In diesen Jahren entwickelt sich auch über die Gartenkunst eine enge Freundschaft zum exzentrischen Fürsten Vicino Orsini, der in Bomarzo eine bis heute skurril-bizarr anmutende Parkanlage gestaltet.

Ausdruck dieser ungewöhnlichen Freundschaft ist eine Widmung im Park:
Animus quiescendo fit prudentior ergo – Cristoforo Madruzzo principi Tridentino dedicato /

Durch Ruhigwerden wird mein Geist weiser, deshalb dem Christoph Madruzz, dem Fürsten von Trient, gewidmet.

Der Vortrag spürt der Freundschaft der ungleichen Männer nach und beleuchtet die Gartenkunst in der Spätrenaissance, die immer auch Ausdruck des humanistischen Lebensideals war.

PROGRAMM

18.30 Uhr
Begrüßung und Einführung

18.35 Uhr
Die Gärten zweier Freunde als Spiegel ihres Lebensgefühls
Der humanistische Park von Soriano und der Sacro Bosco in Bomarzo
Dr. Christina von Berlin

20.15 Uhr
Rückfragen und Diskussion

ca. 20.30 Uhr
Ende der Veranstaltung
Do. 23.07.26 15:00
Haus Sankt Ulrich
Altenseelsorge im Bistum Augsburg
In 2026 arbeiten wir mit Ihnen zum Thema Prävention anhand eines Wimmelbildes „Altenhilfe“.

Ziel dieser Schulungen ist es, eine Sensibilisierung für gelungenen und weniger gelungenen Umgang mit älteren Menschen zu erzielen und über mögliche Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe, sexualisierte Gewalt ins Gespräch zu kommen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sensibilisiert werden für einen achtsamen und respektvollen Umgang miteinander. In dieser Schulung arbeiten wir mit unterschiedlichsten Bildausschnitten, die Formen von (sexualisierter) Gewalt, aber auch sehr positive Szenen und eine Kultur des achtsamen Miteinanders ins Bild bringen. Die Termine werden in Kooperation mit dem Fachbereich
Prävention online und in Präsenz angeboten.

Referentinnen:
Silvia Bauer, Präventionsfachkraft
Anna Lottes, Pastoralreferentin

Kostenfreie Teilnahme